Die Geschichte des modernen Druidentums
Die Geschichte der modernen Druidenorden, so wie wir sie heute kennen
beginnt 1717.
John Toland ein Mann der 1670 in Londonderry geboren wurde war von klein
auf begeistert. von den Geschichten der Druiden.
In einem Brief an einen Freund schreib er:
„Kein heidnisches Priestertum erreichte je die Vollkommenheit der
Druiden!“
Er plante eine Geschichte der Druiden, starb aber 1722 vor ihrer
Vollendung.
Toland war Christ. Er war frustriert was die starren und kalten Riten
der Kirche anging und lehnte sich offen gegen die Kirche auf.
1717 sollten sich in einer Taverne in Covend Garden Vertreter aus Wales,
Irland, der Bretagne und Schottand treffen. Angeblich soll da der erste
moderne Druidenorden gegründet worden sein.
Am 23. September (Tag der Herbst- Tag und Nachtgleiche) des selber
Jahres wurde Toland in einer aufwendigen Zeremonie auf dem Primroes Hill
zum Chefdruiden gekürt.
Ein Zeiggenosse Tolands der Pfarrer Henry Rowlands schiebt den Druiden
unter Berücksichtigung des römischen Historikers Tacitus die Insel Mona
zu.
Er Interpretierte auch die großen Steinbauten wie Stonehenge den Druiden
zu.
Allerdings sah er sie als Nachfahren von Noah.
Am 29 Oktober 1781 gründete Henry Hurle in London einen neuen
Geheimbund. Den er „ALTEr ORDEN DER DRUIDEN“ nannte.
Die Mitglieder trafen sich zunächst im Kings Arm einer Kneipe die es
heute noch gibt. Eine Erinnerungstafel erinnert an dieses Ereignis in
der Poland Street nahe der Oxford Street.
Der Orden ähnelte sehr einer Freimauer Loge, er war geheim, exklusive
und rein männlich.
Seine Gründung verdankte er weitgehend William Sturkelys Einfluss.
Zunächst handelte es sich um einen Club vom älteren Herrn die Musik,
Poesie und Konversation liebten.
Ab 1810 lies die Loge auch Angehörige niedriger Schichten zu. Das
brachte Aufruhe in die Loge. Einige der Älteren Mitglieder schaffte es
immer wieder mit Verfahrentricks neue Mitglieder aus niedrigeren
Gesellschaftsschichten aus der Loge zu drängen.
1833 spalteten sich die ärmeren Logen Brüder ab und gründeten einen
neuen Orden. Den Orden: “Vereinigter alter Orden der Druiden“.
Die anderen bleiben so exklusiv, geheim und freimaurerisch wie zuvor.
Ein weiteres Überbleibsel von Hurles ursprünglichen Orden ist die
„Kirche des Universellen Bandes. Die Hurle zur ihren Gündungsvätern
zählt.
Sie bestand bis 1963. Dann trat der moderne Orden der Barden, Vaten und
Druiden (OBOD) an ihre Stelle.
Im 18. und 19 Jahrhundert erscheint eine wahre Flut an Literatur über
Druiden.
1754 schreibt Willam Cookes über Druiden in der frühchristlichen Kirche.
Willam Blake veröffentlichte zwischen 1797 und 1804 Prophetenbücher der
Druiden. In denen er die Theorie vertrat das Noah, Abraham und Sem
Druiden waren. Er bring den „Beweis“ das alle Antiken Bauwerke in der
Welt von Druiden erricht worden seien.
Blake weigerte sich sogar vor einem Schwurgericht den Wahrheitseid auf
die Bibel zu leisten. Sie sehr sah er sich als Druide.
Noch extremer als in England verbreitetet sich zu dieser Zeit die
Druiden Manie in der Bretagne aus.
Selbst die Steine von Carnac wurden eifriger weise den Druiden zu
geschrieben.
Der wahrscheinlich bizarrste Charakter dieser Zeit war Vrain Lucas.
Der produzierte als Literaturfälscher 1860 Briefe von angeblichen
gallischen Adeligen.
Am verrücktesten war ein Brief von Latzerus (den Jesus wieder erweckte
hatte) an Petrus in dem von Druiden die Rede ist.
John Aubery löste im 18. Jahrhundert ein wahres Druidenfieber aus.
Er sah in Stonehenge eine von vier großen Druiden Universitäten des
Altertums.
1820 baute Willam Danby auf einem Grundstück in Swinton Hill einem
Stonehenge nachempfundenen Bau und betitelte ihn als alten
Druidentempel.
In jener Zeit behaupteten immer mehr „Forscher“ das die Megalithabauten
wie Stonehenge, Avebury, Exmoor und andere nur von Druiden erbaut sein
konnten.
Es gab aber auch Menschen die das anzweifelten und die sich nicht von
der stärker werdenden Druiden Manie anstecken ließen.
So soll Samuel Johnson beim Anblick eines schottischen Steinkreises
gesagt haben:
„Wenn man so einen „Druidentempel“ besucht, sieht man praktisch nichts,
denn da gibt es weder Kunst noch Macht. Hat man einen gesehen kennt man
sie alle!“
1747 wurde in Glamorgen (Südwals) ein Mann geboren der den Höhepunkt des
Druidenwahns des 18. und 19. Jahrhunderts darstellte.
Edward Willams wahr zunächst nur um den erhalt der walisischen Sprache
und Kultur bemüht. Er wurde Barde (Im Sinne Volksmusiker) und Nannte
sich nun Iolo Morgannwg was Iolo von Glamorgen bedeutete.
In der allgemeinen Begeisterung für die Druiden, sah er sich berufen den
Barden zu einem Druidengrad zu machen. Zu diesem Zweck erfand er einen
Stammbaum der Barden von Glamorgen der bis in die frühen keltischen Tage
reichte. Er fälschte Dokumente (was in jener Zeit nicht schwer war) und
wurde damit der Begründer der Riten und Mythen die in das Nationale
Eisteddfod eingingen.
Mit der Erfindung des Bardenstammbaumes pfusche Morgannwg in eine
walisische Tradition aus dem 12. Jahrhundert die echt war.
Im Mittelalter war das Eisteddfod ein Wettbewerb zwischen Dichtern und
Barden (Minnesägern und Musikern). Bei diesem Wettbewerb wurde der Wert
eines Künstlers durch Preise festgelegt. Wer hier Punkten konnte wurde
bekannt und konnte auf gute Gagen bei Hofe hoffen. Das alles hatte
nichts mit Druiden oder den Kelten zu tun. Jedenfalls nicht bis Iolo
sich einmischte.
Das Eisteddfod war, bis zu Iolos eingreifen, eine Veranstaltung die kaum
noch wahrgenommen wurde. Sie sichte förmlich dahin. In der allgemeinen
Begeisterung für die alten Druiden machte er daraus eine Urkeltische
Veranstaltung mit von im ausgetüftelten Riten und Bräuchen. Er lies
einen Steinkreis errichten und veranstalte ein Wettsingen der Barden.
Die Wichtigsten Rituale und Ritualgegenstände waren seine Idee.
Friedensanrufung, Druiden, Zepter, Schwert, Druidenkrone und Füllhorn
waren alleine seine Idee.
Er schaffte es sogar seine Gesinnungsfreunde davon zu überzeugen das er
der einigste noch lebende Nachfolger des alten Druidenorden von
Glamorgen war.
Seine gefälschten Papieren dienten dazu die Verbindung zwischen den
Druiden des 18. Jahrhunderts und den alten walisischen Druiden zu
beweisen.
Das alles gab dem Ganzen einen authentischen Anstrich einer Uralten
keltisch- druidischen Tradition.
Iolo behauptete auch das die Gedichte des Talesin aus dem 6. Jahrhundert
stammten und ein komplettes druidisches System beschreibe. Diese
Gedichte stammten aber nachweise aus dem
13 Jahrhundert und haben inhaltlich nichts mit den Druiden zu tun.